Bogenränder

Die Bogenränder der Briefmarken von Papua Neuguinea zeigen eine Vielfalt an Besonderheiten.

Hinweise auf Druckerein, Entwerfer, Schneidemarkierungen, Farbrandstreifen usw. kann man dabei finden.

Derartige Randstücke geben interessante Informationen für eine spezialisierte Sammlung.

 

Oftmals findet man in der linken unteren Bogenecke als einzigen Vermerk im Bogenrand den "Imprint".

 

Das ist auch der Grund, weshalb Marken von PNG gerne im linken unteren Eckrandviererblock gesammelt werden.

Manchmal reichen Eckrandviererblocks nicht aus, um den gesamten Imprint zu erfassen.

 

 

Es gibt aber auch Bogenrandzudrucke, die über den gesamten Bogenrand reichen. Hier ist ein unzerteilter Druckbogen nötig um den kompletten "Imprint" in die Sammlung aufzunehmen.

 

 

In der linken oberen Ecke kann man bei genauer Betrachtung auch noch eine Bogenzählnummer erkennen.

 

 

Bei den folgenden Marken gibt es eine weitere Besonderheit.

Nach dem Überdruck erscheint im Bogenrand ein zusätzlicher Hinweis auf die den Überdruck ausführende Druckerei.

 

 

Manche Bogen tragen keinen Imprint, dafür sind aber im Rand Schneidemarkierungen und Bogenzählnummern zu finden.

Diese Bogenzählnummern gibt es auch in Markenheftchen, denn sie wurden mit Marken aus normalen, zertrennten Schalterbögen bestückt.

 

 

Der Schalterbogen umfasste 50 Marken. Die Bogenzählnummer findet man nur ein mal pro Bogen. Somit zeigt nur jedes fünfte Heftchen eine Nummer.

 

 

Der Sammlerwunsch nach Eckrandblöcken mit Imprint führte dazu, dass immer öfter der Zudruck in allen vier Ecken erfolgte.

 

 

 

Im folgenden Fall sieht man im Bogenrand zusätzlich fünf farbige Punkte.

Diese dienen bei der Endkontrolle der Marken zur Feststellung, ob alle nötigen Farben beim Druck zum Einsatz kamen.

 

 

 

 

Schalterbogen und Druckbogen sind sehr selten identisch.

Meistens kommen grosse Bogen aus den Druckmaschinen, die nachträglich in Schalterbögen geteilt werden. 

Wie gross ein Druckbogen war ist nur in seltenen Fällen zu erkennen.

Hier wahrscheinlich zwei Bogen.

 

 

Bei der Ausgabe zu den 4. Südpazifik Spielen zeigen die Druckvermerke, dass der Druckbogen vier Schalterbögen umfasste.

Die Bogen der Marken zur AMERIPEX von 1986 zeigen im Markenrand zusätzlich zu Entwerfer und Druckerei noch den Nominalwert des Bogens an.

 

 

Den Namen von Entwerfer, Druckerei sowie kleine Kapuls als Hinweis für den Nachdruck der Originalmarke findet man auf einigen Freimarken und Provisorien der Paradiesvogel Freimarkenserie.

 

 

Eine Besonderheit bietet die Ausgabe 75 Jahre Briefmarken auf Neuguinea von 1973, auf der alte Briefmarken abgebildet sind.

Die kleinen Nominlawerte dieser neuen Ausgabe wurden in den Ländern gedruckt, in denen auch die Originalmarken ihren Ursprung hatten. Man findet daher - anders als üblich - im Bogenrand dieser Ausgabe Imprints verschiedener Druckereien.

 

 

 

Besonders interessant sind Bogenränder mit Papierausstanzungen.

 

 

Bekannt sind diese Kontroll-Lochungen hauptsächlich bei Marken, die von der Firma Joh. Enschedé en Zonen aus Holland gedruckt wurden.

 

 

Aber auch bei einer von der englischen Firma Thomas de la Rue gedruckten Marke findet man eine Ausstanzung im Bogenrand.

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